Das Unerwartete
Menschen tendieren dazu, die Komplexität in Veränderungsprozessen zu unterschätzen. Vor allem am Anfang, wenn der Wandel bevorsteht und die Hoffnung alles überstrahlt. Kurzfristig wird alles für möglich und machbar gehalten. Dann konfrontiert uns die Wirklichkeit mit unerwartetem Widerstand. Gegenwind und Treibsand lähmen den Change Prozess. In dieser Phase wiederum unterschätzen wir die Möglichkeiten…
Dabei unterliegen diese Prozesse bestimmten Prinzipien; verlaufen in bestimmten Phasen. Das Wissen darum hilft dem Change Manager, angemessen zu intervenieren (und nicht im „Tal der Tränen“ stecken zu bleiben):
1. Strategische Planung („Wir müssen etwas tun!“)
2. Schock/Überraschung („Doch nicht wir!“)
3. Verneinungs- und Positionierungsphase („Wir waren doch immer erfolgreich!“/„Das schaffen wir sowieso nicht!“)
4. Rationale Einsicht („Es ist furchtbar, aber klar scheint…“)
5. Emotionale Einsicht („Stimmt eigentlich…“)
6. Lernen & Ausprobieren („Wir können es versuchen.“)
7. Erkenntnis & Akzeptanz („So kann es gehen!“)
8. Integration („Selbstverständlich…“)
Was uns das lehrt? Achtsam zu bleiben. Hinzuschauen. Zu beobachten, wo die Menschen sich auf dieser Veränderungskurve gerade befinden und was sie dort brauchen. Das macht Veränderungen schließlich erfolgreich und Organisationen wieder handlungsfähig.
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